Geschichte des Kindergartens

Angeregt durch eine Lehrerin der Freien Waldorfschule Saarbrücken, Frau Renate Italia, trafen sich 1990 erstmalig Mütter mit ihren kleinen Kindern zum gemeinsamen Spiel und Erfahrungsaustausch im privaten Rahmen. Es zeichnete sich der Wunsch nach einem Waldorfkindergarten ab. Zunächst wurden geeignete Räumlichkeiten für eine Spielgruppe für Kinder im Alter von 1‚5 bis 4 Jahre gesucht und 1992 im „Alten Betriebshof“ in Saarlouis gefunden. Zugleich wurde der Kontakt zu Frau Schaaf, einer Erzieherin des Waldorfkindergartens Saarbrücken, geknüpft, die mit ihrem Rat zur Seite stand.

Durch tatkräftige Hilfe der Eltern war es gelungen, die Räumlichkeiten im „Alten Betriebshof“ rasch herzurichten. Etwa zur gleichen Zeit kam es zum Zusammenschluss mit einer weiteren Initiative im Kreis Saarlouis, die sich die Gründung einer Waldorfschule zum Ziel gesetzt hatte. Am 24.April 1993 wurde schließlich der Verein „Feengarten“ gegründet, und ein Vorstand wurde gewählt. Bereits im Juni konnte der Verein einen ersten lnfoabend veranstalten, im September 1993 schließlich wurde er ins Vereinsregister eingetragen. Bereits kurze Zeit später, im November, wurde die Gemeinnützigkeit anerkannt. Zwei Mütter leiteten die regelmäßig wöchentlich stattfindenden Eltern -Kind -Spielkreise für Kleinkinder, als 1994 in Ulrike Keith-Zeller eine erfahrene Waldorferzieherin gefunden wurde, die eine dreimal wöchentlich stattfindende Spielgruppe für Kinder im Kindergartenalter ohne Eltern auf- baute und liebevoll leitete.

Parallel liefen die Bemühungen um geeignete Räumlichkeiten für einen Kindergarten sowie die Suche nach Vollzeitkräften für den Kindergarten. Im Herbst 1 995 endlich war es so weit: Alle bürokratischen Hürden waren genommen. In Familie Mouty hatten sich Vermieter gefunden, die der Gründung eines Waldorfkindergartens in ihren Räumlichkeiten zustimmten. Zwei Erzieherinnen standen bereit. Die Eltern hatten mit viel Mühe und noch mehr Einsatz die Räume und Außenanlagen sowohl den eigenen Vorstellungen, als auch den Auflagen entsprechend, hergerichtet. Gegen Ende der Sommerferien waren tägliche Arbeitseinsätze nötig um das gesetzte Ziel zu erreichen: Am 4. September 1995 wurde der Waldorfkindergarten Feengarten in der Neustraße in Dillingen eröffnet.

Michle Bley als Waldorferzieherin, war die erste Gruppenleiterin und wurde ab Oktober durch Ulrike Falcini, die als Erzieherin bereits erfahren war, die Zusatzausbildung aber noch nicht abgeschlossen hatte, ergänzt. Die ersten beiden Jahre des Kindergartens standen ganz im Zeichen des Aufbaus: z.T. ambitionierte Projekte wurden im Kindergarten ins Leben gerufen, Infoveranstaltungen fanden statt und die Möglichkeit der Gründung einer Schule wurde auch noch weiterverfolgt. Eine besonders schöne Anerkennung für die liebevolle, ökologische Ausgestaltung der Räume und des Gartens, zusammen mit der Art wie den Kindern das Herangehen an die Natur vermittelt wird, war die Verleihung des Umweltpreises des Landkreises Saarlouis 1996. Als die beiden Erzieherinnen aus persönlichen Gründen den Kindergarten zum Sommer 1 997 verließen, stand wieder ein kleiner Neuanfang an:

Mit Margit Thiel konnte eine Waldorferzieherin für die Leitung gewonnen werden, die zuletzt im Waldorfkindergarten Pirmasens gearbeitet hatte, die es jedoch zurück ins Saarland zog. Nach der Aufbauphase brachte sie mehr Stetigkeit ins pädagogische Konzept. Die finanzielle Lage blieb chronisch schwierig, immer wieder waren kreative Lösungen gefordert. Auch blieb die personelle Situation bewegt.

Beate Schenk, die direkt nach ihrer Ausbildung zu uns kam, blieb nur einige Monate. Sie wurde zum Februar 1998 durch Annette Lindner ersetzt. Im Sommer kam Eva Duttlinger, eine ehemalige Waldorfschülerin aus Saarbrücken als Anerkennungspraktikantin hinzu. Als Margit Thiel, nach ihrer Heirat Hitzelberger, schwanger wurde und im Sommer 1999 deshalb die Berufstätigkeit aufgab, übernahm Eva Duttlinger die Gruppenleitung. Sie musste noch berufsbegleitend die Zusatzausbildung als Waldorferzieherin in Hannover absolvieren, was sowohl für sie als auch für die Kindergarteneltern einen erheblichen Einsatz bedeutete. Der Verein, d.h. im wesentlichen die Eltern, waren stark gefordert, insbesondere als 2000 noch Familie Zobel wegzog: Nach 10 Jahren des Engagements, zunächst für die Spielkreise, dann für die Idee des Kindergartens und schließlich für den Kindergarten selbst, verlor der Verein in Ingrid Zobel die letzte, die den Weg von Anfang an mitgegangen war und wesentlich durch ihren unermüdlichen Einsatz geprägt hatte.

Spätestens zu diesem Zeitpunkt war klar, dass alle verfügbare Kraft jetzt für den Kindergarten notwendig war. Die Idee eine Schule im Kreis zu gründen wurde aufgegeben. Als Annette Lindner längerfristig erkrankte und später ausschied, sprang Beatrice Spada im März 200 1 für sie ein und dann zunächst als Zweitkraft, dann, nach dem Weggang von Eva Duttlinger, als Leiterin bis Februar 2004.Von September bis Dezember 2003 wurde sie unterstützt durch Petra Murmann, mit der sie sich zusammen in der Zusatzausbildung befand.

Am 1.1.2004 begann Barbara Both ihre Arbeit im Kindergarten die sich dann auch als Waldorfkindergärtnerin ausbilden lies. Die Leitung übernahm seit dem 1.3.2004 erneut Margit Hitzelberger, die dem Kindergarten die ganze Zeit über als Vorstandsmitglied des Vereins Feengarten und dann auch als Mutter eines Kindegartenkindes verbunden geblieben war. Als sie dann ihr drittes Kind erwartete, schied sie 2005 endgültig aus dem Kindergarten aus.

 

Wieder wollte es das Glück, dass eine erfahrene Waldorferzieherin ins Saarland zog, sodass nun Elisabeth Monczynski ab dem 1 .8. 2005 die Leitung des Kindergartens übernahm.  

 

Als uns Frau Both im Januar 200? verließ, konnten wir mit Katharina Bartela eine ausgebildete Waldorferzieherin dazugewinnen, die sogar schon im Bereich der Krippenarbeit Erfahrung hat.